Seit mehr als 25 Jahren gehört die Fettabsaugung (Liposuction) zu den am meisten durchgeführten plastisch-ästhetischen Operationsmethoden. Der wesentliche Grund für die Anwendung dieser Technik ist die Körperkonturierung durch Entfernung überschüssiger Fettdepots. Jedoch wurde die Fettabsaugung wenige Jahre nach ihrer Einführung auch zur Fettreduktion bei Übergewicht verwendet. [...]
In Deutschland darf jeder approbierte Arzt Operationen durchführen. Vor dem Hintergrund der deutlich verschlechterten Einkommenssituation für Leistungen der Krankenkassen, wird auch von nicht dafür ausgebildeten Medizinern die Ästhetische Chirurgie als wichtige Einkommensquelle gesehen.
In vielen Fällen fehlen aber fachliche Qualifikationen und Erfahrungen in diesem speziellen Gebiet der Medizin.
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Schon seit Jahrzehnten wird in der Plastisch-Ästhetischen Chirurgie eine große Anzahl der Operationen in örtlicher Betäubung durchgeführt. Eine Lokalanästhesie bietet sich schon deshalb an, weil das Operationsgebiet fast immer ausschließlich unter der Hautoberfläche ist. Allerdings ist bei einem sehr großen Operationsgebiet, wie z.B. bei einer Bauchdeckenplastik, eine Vollnarkose die Regel.
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Diese beiden psychischen Störungen sind für Plastische Chirurgen äußerst wichtig. Dysmorphophobie, heute von Psychiatern Body Dismorphic Disorder (BDD) genannt, ist gekennzeichnet durch das latente Gefühl, hässlich zu sein, ohne dass die objektivierbar wäre.
Ein Patient mit Thersiteskomplex weist einen Körpermangel auf, unter dem er extrem leidet. Selbst bei kleinen Veränderungen ist der Leidensdruck ungeheuer hoch. Diese Patienten sind für einen Plastischen Chirurg wesentlich schwerer zu erkennen, da ein sichtbarer körperlicher Mangel erkennbar ist. Nach mehreren intensiven Gesprächen und gründlichen Abwägungen kann bei einem Thersitespatienten ein ästhetischer Eingriff in Erwägung gezogen werden.
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Während bei medizinischen Indikationen die Ärzte das Behandlungsregime und die Operationsnotwendigkeit vorgeben und somit alleinige Verantwortung tragen, verhält sich dies in der ästhetischen Chirurgie anders. Hier kommt der Patient/in zum Arzt und möchte operiert werden, obwohl oft keine Notwendigkeit besteht. Während bei medizinisch indizierten Eingriffen, der Arzt zur Operation rät und der Patient zustimmt, stellt bei ästhetischen Eingriffen der Patient aus seinem subjektiven Empfinden die Indikation. Dies tut er aber als Laie, ohne spezifisches Fachwissen über Risiken, Erfolgsaussichten und Grenzen.
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Die Lehre vom Schönen -Ästhetik- war schon im Altertum eine Disziplin der Philosophie. Im 18. Jahrhundert beschrieb Kant Ästhetik als subjektives Geschmacksurteil. Schönheit wird somit im Inneren des Betrachters empfunden. Schon Theodor Adorno stellte fest: „You sell better, if you are a good looking person“. Studien weisen darauf hin, dass Menschen, die schöner aussehen, größere Chancen in unserer Gesellschaft haben.
Die Plastische Chirurgie hat eine beeindruckende und vor allem mehr als 2000 jährige Geschichte. Dagegen liegen die Anfänge der Ästhetischen Chirurgie am Beginn des 19. Jahrhunderts. Diese 100 Jahre sind wiederum wesentlich länger, als das in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird.
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Immer häufiger werden Plastische Chirurgen in Deutschland von Patientinnen und Patienten aufgesucht, nachdem sie sich im Ausland haben operieren lassen. Die Gründe sind vielfältig. So zum Beispiel für eine zweite Meinung über das Ergebnis , da vielleicht erste Zweifel auftreten, häufiger wegen notwendiger Nachkorrekturen.
Fragt man nach den Gründen, warum die Schönheitsoperation nicht in Deutschland durchgeführt wurde, werden nahezu ausschließlich die niedrigeren Kosten genannt. Nie hört man, dass ein Plastischer Chirurg mit aussergewöhnlich gutem Ruf der Grund war. Nicht bedacht werden dabei aber folgende wichtige Voraussetzungen:
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