Bei medizinisch indizierten Eingriffen gibt der Arzt die Operationsnotwendigkeit und das Behandlungsregime vor und trägt somit alle Verantwortung. In der ästhetischen Chirurgie verhält sich dies anders. Hier kommt die Patientin / der Patient zum Arzt und möchte operiert werden. Während bei den medizinisch indizierten Eingriffen der Arzt zur Operation rät und der Patient zustimmt, stellt bei ästhetischen Eingriffen die Patientin / der Patient die Indikation. Dies tut er aber als Laie, ohne spezifisches Wissen über Risiken, Erfolgsaussicht und Grenzen. Häufig ist dies geprägt von schwarz-weiß Berichten der Medien.
Es bestehen Hoffnungen, dass dadurch die Probleme gelöst werden. Doch bei dieser speziellen Art von Operationen muss der Patient in die Verantwortung mit eingebunden werden. Das kann er aber nur, wenn er subtil und schonungslos durch einen Facharzt aufgeklärt ist. Andererseits muss der Ästhetische Chirurg in mehreren Gesprächen herausfinden, was die tieferen Beweggründe sind und wie realistisch die Vorstellung seiner Patienten ist. Es bedarf der sorgfältigen Abwägung, ob die Operation den erwünschten Erfolg bringen kann.
Der Ästhetische Chirurg muss verantwortungsbewusst mit der Indikationsstellung für eine ästhetische Operation umgehen.
Ein seriöser Plastischer Chirurg wird nicht selten `Nein`sagen.













