Die Brustvergrößerung wird vor allem mit Implantaten aus synthetischen Materialien vorgenommen. Für diese Eingriffe ist Eigengewebe nicht geeignet, da die dadurch entstehenden Nebeneffekte (Narben, Konturveränderungen u.v.m.) nicht tolerabel sind. Ebenso ist ein Transplantieren (Einspritzen) von abgesaugtem eigenem Fettgewebe (Lipostructure) schwierig, da derart große Fettgewebemengen schnell vom Körper abgebaut werden und Ölzysten oder Nekrosen (abgestorbenes Gewebe) hinterlassen können.
Auch Hormongaben und gymnastische Übungen führen zu keiner wesentlichen und vor allem dauerhaften Vergrößerung der Brust.
In den USA wurde zur Brustvergrößerung das System Brava entwickelt. Bei diesem Verfahren muss die Frau täglich für 10 Stunden einen Vakuumexpander im BH tragen. Die Behandlungsdauer beträgt etwa 15 Wochen. Durch den Dauersog auf das Brustgewebe kommt es zu einem Brustwachstum von etwa 100%. Das Volumen fällt allerdings wieder ab. Durchschnittlich verbleiben 80-100ml mehr Brustvolumen. Durchgesetzt hat sich dieses Verfahren allerdings nicht.
Ein Aufbau der Brust ist ausschließlich mit Brustimplantaten, die eine Silikonhülle haben, möglich. Als Füllmaterial für Brustimplatate stehen uns heute Kochsalzlösung und Silikongel in verschiedenen Konsistenzen zur Verfügung. Eine sinnvolle Alternative zu Silikon besteht derzeit nicht. Die in den Medien erhobenen Vorwürfe über schwerste Gesundheitsschädigungen betreffen Brustimplantate vorangegangener silikongefüllter Implantatgenerationen und treffen heutzutage so nicht mehr zu.
Aktuelle weltweite, vor allem amerikanische Studien haben gezeigt, daß Frauen mit Silikonimplantaten weder vermehrt von Brustkrebs, noch von rheumatischen Erkrankungen betroffen sind. Die Diskussion in den Medien hat allerdings zu einem sensibleren Vorgehen und detaillierteren Aufklärungen bei der Brustvergrößerung geführt.
Richtig ist auch, dass die Silikonhüllen früher zu dünn waren und leichter reißen konnten. Außerdem konnte das viel flüssigere Silikon in der Hülle auslaufen (bleeding), auch wenn die Hülle intakt war.
Für viele Frauen stellt eine gering ausgebildete oder nach Schwangerschaft kleiner gewordene Brust ein großes psychisches Problem dar. Dann besteht der Wunsch nach einer Brustoperation, respektive Brustvergrößerung.
Silikon wird aus Silizium hergestellt, einem metallähnlichen chemischen Element, das sich in der Natur mit Sauerstoff zu Siliziumoxid oder Silika verbindet. Silika ist die verbreitetste Substanz auf der Erde (Meersand, Kristalle, Quarze). Aus Silika entsteht mit Kohlenstoff Silizium. Aus Silizium wird dann durch einen chemischen Prozess Silikon hergestellt.
Silikon wird seit 1945 in der Medizin vielfältig und erfolgreich verwendet. Silikon gilt als einer der am besten untersuchten Stoffe, die in der Medizin angewendet werden. Dieser Stoff ist als biokompatibel, also vom Körper gut tolerierbar, bekannt. Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es kein anderes Material, das Silikon für den Einsatz als Hüllenmaterial für Brustimplantate ersetzen könnte.













